Mrz
1
2016

Mein grosser Moment mit meinem Haustier

Tierfotografin Regine Heuser

Es gibt kaum etwas, bei dem die Herzen höher schlagen als beim geliebten Vierbeiner.
Und von jemandem, den man so sehr liebt, möchte man ein schönes Foto haben, das man sich an die Wand hängen, im Büro auf den Schreibtisch stellen oder auch einfach nur im Portemonnaie bei sich tragen kann.
Regine Heuser ist Tierfotografin aus Leidenschaft. Exklusiv für Sie als Newsletterabonnenten hat sie fünf Tipps zusammengestellt, wie auch Ihnen tolle Fotos von Ihrem Haustier gelingen.

Jeder, der eine Kamera besitzt, die manuelle Einstellungen zulässt, kann seine Ergebnisse schon um Längen verbessern! Hier ein paar Beispiele !

Viel Spass beim Ausprobieren!

 

1) Fotografieren Sie Ihren Vierbeiner auf Augenhöhe –oder tiefer

 

Tierfotografin Regine Heuser, Tipps und Tricks
Generell gilt beim Fotografieren von Hunden und Katzen die Regel „immer auf Augen-
höhe“.  Machen Sie bei grossen Hunden aber ruhig mal eine Ausnahme. Probieren Sie das Fotografieren aus
einer tieferen Position aus, z.B. im Liegen oder im Sitzen:
Ihr Vierbeiner wirkt dann noch imposanter und majestätischer und das Bild spannender.

 

 

 

Tierfotografin Regine Heuser, Tipps und Tricks

 

2) Der Hintergrund: Genauso wichtig wie das Hauptmotiv

Beziehen Sie den Hintergrund in Ihre Bildgestaltung mit ein, um das Motiv optimal in den Mittelpunkt zu stellen. Achten Sie schon beim Blick durch den Sucher darauf, dass sich keine Objekte im Bild befinden, die störend wirken. Sind z.B. Häuser oder Zäune im Hintergrund zu sehen oder ein Baum, der das Bild stören könnte?
Falls Sie Ihr Haustier im eigenen Garten fotografieren möchten, achten Sie auch hier auf einen harmonischen Hintergrund.
Evtl. stören Gartenmöbel oder Dekoartikel das Bild?
Wenn Sie gerade erst mit der Fotografie beginnen, haben Sie vielleicht das Gefühl noch auf so viele „neue“ Dinge achten zu müssen. Meist sind Sie so konzentriert auf das Motiv, dass sie alles andere im Sucher gar nicht wahrnehmen. Das ist normal. Versuchen Sie, auch wenn sie jetzt das erste Mal Tiere fotografieren, schon auf solche Dinge zu achten.

Tierfotografin Regine Heuser, Tipps und Tricks

 

3) Das Licht machts

Es kommt darauf an, zu welcher Jahreszeit Sie fotografieren:
Der unterschiedliche Stand der Sonne nimmt sehr grossen Einfluss auf die Lichtstimmungen im Bild. Grundsätzlich können Sie bei fast allen Lichtsituationen fotografieren. Nutzen Sie in den Sommer-
monaten jedoch lieber die Stunden früh morgens oder gegen Abend mit weichem Licht. Wenn die Sonne im Sommer sehr hoch steht, ist das Licht um die Mittagszeit sehr hart und ungünstige Schatten entstehen. Zudem kneifen Tiere, wie wir Menschen auch, bei sehr grellem Licht die Augen zusammen – keine gute Voraussetzung für attraktive Porträts.

Achten Sie darauf, dass Sie die Sonne im Rücken haben, es sei denn sie möchten bewusst Gegenlichtaufnahmen gestalten.

Achten Sie beim Blick durch den Sucher auch immer darauf, dass der Hund Licht im Auge hat. Mit Lichtreflexen in den Augen wirken Hundeporträts lebendig. Besonders bei Hunden mit sehr dunklen Augen macht sich das sehr positiv bemerkbar.

Tierfotografin Regine Heuser, Tipps und Tricks

4) Trauen Sie sich die Automatik zu überwinden!

Es gibt Kameramodelle mit einem „Sportprogramm“, welches für bewegte Motive eingesetzt werden kann. Leider sind die Ergebnisse oft alles andere als zufriedenstellend. Experimentieren Sie lieber selbst mit dem ISO-Wert und der Fokussierung.

 

Tierfotografin Regine Heuser, Tipps und Tricks

ISO Wert:

Die Kamera stellt im „Sportprogramm“ u.a. den ISO Wert* generell auf einen hohen Wert (z.B. ISO 400) ein, auch bei hellem Licht.  Dies ist an einem sonnigen Tag für einen weissen Hund absolut unnötig und würde die Bildqualität, je nach Kameramodell, negativ beeinflussen. Es gibt Kameramodelle, die ab einem ISO Wert von 400 schon ein unerwünschtes Bildrauschen verursachen.

Wenn Sie eine besondere Lichtstimmung mit wenig Licht einfangen möchten, werden Sie mit Automatikprogrammen keine guten Ergebnisse erzielen können. Oft wird der interne Blitz automatisch ausgeklappt, sodass die Lichtstimmung zerstört wird. Tasten Sie sich lieber ruhig an diese Belichtungssituation heran und probieren Sie unterschiedliche ISO-Werte aus. Wenn beispielsweise im Wald durch die Bäume nur wenig Licht durchscheint, erhalten Sie sehr stimmungsvolle und teilweise mystische Bilder Ihres Lieblings.
* Der ISO Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors.

Tierfotografin Regine Heuser

Fokussierung

Die Kamera entscheidet im Automatikmodus selber, wo die Schärfe liegt.
Hierbei spielen der Kontrastumfang und die Entfernung des Motivs eine Rolle. Sicher haben Sie schon einmal festgestellt, dass Sie bei der Nutzung diverser Automatikprogramme mehrere Fokuspunkte im Sucher sehen, die wild hin und her springen. Irgendwann hören Sie einen Quittungston und die Kamera signalisiert, dass sie etwas
gefunden hat, das fokussiert werden kann. Leider ist es oft nicht das, was Sie eigentlich im Bild scharf abbilden möchten.

Bei Hundeporträts sieht man sehr häufig, dass die Nase des Hundes gestochen scharf ist und die Augen in der Unschärfe verschwimmen. Das passiert, weil die Kamera sich etwas sehr kontrastreiches sucht und etwas,
das am nächsten an der Linse ist. Wählen Sie also immer ein Fokusfeld manuell aus und platzieren Sie es beim Blick durch den Sucher auf einem Auge des Hundes um dort die perfekte Schärfe zu erhalten.

Stellen Sie also Ihre Kamera auf den manuellen Modus „M“ ein wenn Sie ambitioniert und kreativ Fotografien möchten!

5) Ein paar Tipps am Rande:

Versuchen Sie bewusst wenige Fotos zu machen: Konzentrieren Sie sich viel mehr auf Bildgestaltung und besondere Situationen. Wenn Sie Ihr Tier sehr genau beobachten und sich Zeit nehmen, gibt es  viele besondere Momente. Manchmal ist es nur ein Blick oder die Kopfhaltung, die das Bild besonders machen.

Häufig werde ich gefragt:

„Wie machst du das, dass die Tiere immer das machen was du willst?“. Genau das ist es: sie sollen nicht machen, was der Fotograf will. Wenn Sie Tiere fotografieren haben Sie nur begrenzt Einfluss.

Tierfotografin Regine Heuser

Ein paar Möglichkeiten können Sie aber ausschöpfen:
Hunde, die ohne Probleme länger sitzen bleiben, können sie wunderbar porträtieren. Mit Hunden, die sehr
gerne apportieren können sehr schön verschiede Laufphasen erarbeitet werden. Grundsätzlich gilt aber
im Bereich der Tierfotografie: Warten Sie auf den richtigen Moment und beobachten Sie genau!

Seien Sie achtsam, versuchen Sie innere Ruhe zu finden und schöpfen Sie Ihr kreatives Potential aus.
Denken Sie immer daran: Zuerst entsteht eine Bildidee im Kopf.

Ganz wichtig ist aber, egal was Sie fotografieren:
SEIEN SIE MIT DEM HERZEN DABEI

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Tierfotografin Regine Heuser

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